Aktuelles

Notfallbetreuung für Kindergartenkinder

Die Stadtverwaltung arbeitet auf Hochtouren daran, eine Notfallbetreuung von Kindergartenkindern anzubieten.
Für Eltern von Schülern gilt: Die Schule beziehungsweise das Kultusministerium informiert die Erziehungsberechtigten über die weitere Vorgehensweise.

Die Einrichtung dieser Notfallbetreuung in Sonderfällen ist erforderlich, um in den Bereichen der kritischen Infrastruktur die Arbeitsfähigkeit der Erziehungsberechtigten aufrecht zu erhalten. Zur kritischen Infrastruktur zählen unter anderem:
  • die Gesundheitsversorgung (medizinisches und pflegerisches Personal)
  • die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung einschließlich der Gefahrenabwehr (Blaulichtorganisationen, wie zum Beispiel Feuerwehr und Polizei)
  • die Sicherstellung der öffentlichen Infrastruktur (Telekommunikation, Energie, Wasser, Entsorgung)
  • die Lebensmittelbranche
Eine Notfallbetreuung für Kindergartenkinder kann nur dann angeboten werden, wenn beide Eltern oder der/die Alleinerziehende in kritischen Infrastrukturen in Reutlingen beschäftigt sind! Eltern, auf die diese besonderen Kriterien zutreffen, können direkt über folgendes Online-Formular ihr Kind zur Notfallbetreuung anmelden. Eine Anmeldung ist nur über dieses Online-Formular möglich! Anhand der Fragen im Formular wird deutlich, wer zur Zielgruppe gehört. Nach der Anmeldung wird die Stadt sobald wie möglich mit den Eltern Kontakt aufnehmen. 

Kinder, die Symptome eines Atemwegsinfekts aufweisen, können jedoch nicht betreut werden. Eltern, die in Reutlingen arbeiten, aber deren Kinder nicht in Reutlinger Einrichtungen angemeldet sind, wenden sich bitte an die jeweiligen Städte und Kommunen.

Wer allgemeine Fragen zur Notfallbetreuung hat, kann sich telefonisch ab Sonntag, 15. März an die Stadtverwaltung wenden.
Die Hotline ist am Sonntag, 15. März von 14 Uhr bis 17 Uhr und von Montag, 16. März bis Freitag, 20. März, von 8 Uhr bis 17 Uhr geschaltet. Telefon: 07121 303-5543

Informationen für Eltern

Es handelt sich um eine reine Notfallbetreuung, um den Eltern die Tätigkeit in systemkritischen Bereichen zu ermöglichen. Die Aufrechterhaltung anderer Bereiche und Tätigkeiten wird nicht über die Notfallbetreuung abgedeckt. Die Notfallbetreuung ist für alle Kinder von 1 bis zum Schuleintritt, die bisher in einer Kindertageseinrichtung in der Stadt Reutlingen  (unabhängig vom Träger) oder auch ohne Betreuung waren. Die Notfallbetreuung wird zentral durch die Stadt Reutlingen organisiert. Eine Bedarfsanmeldung an anderer Stelle ist nicht möglich.
Eine Anmeldung ist nur online unter www.reutlingen.de/notfallbetreuung möglich. Die Anmeldung sollte maximal 5 Tage vor gewünschtem Betreuungsbeginn erfolgen, da sich die Rahmenbedingungen auf allen Seiten stetig verändern. 

Telefon: 07121 / 303 – 5543
Wann: Montag bis Freitag 9 Uhr bis 12 Uhr
E-Mail: notfallbetreuung@reutlingen.de

Anspruchsberechtigt sind Kinder im Alter von 1 Jahr bis zum Schuleintritt.
Schulkinder sollen sich an die Schule wenden. 
Eltern von Kindern in Kindertagespflege wenden sich direkt an den Tagesmütter e.V. Reutlingen.

Kinder, die Symptome eines Atemwegsinfekts oder erhöhte Temperatur aufweisen, können nicht betreut werden. Ebenso wenig Kinder, die in den letzten 14 Tagen vor gewünschtem Betreuungsbeginn in Kontakt zu einer infizierten Person stehen oder standen oder sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben.
Der/Die Alleinerziehende oder bei Paaren müssen beide Erziehungsberechtigten zwingend in einem der folgenden systemkritischen Bereich tätig sein. Wenn bei Paaren einer nicht in einem dieser Bereiche tätig ist besteht kein Anspruch. Ebenso bei alleinerziehenden mit einer Tätigkeit außerhalb dieser Bereiche. Die Betreuung muss in diesem Fall selber sichergestellt werden bzw. mit dem jeweiligen Arbeitgeber abgeklärt werden.

Kritische Infrastruktur im Sinne des § 1 Absatz 6 CoronaVO (Stand 17.03.2020) sind insbesondere
 
1. die in den §§ 2 bis 8 der BSI-Kritisverordnung (BSI-KritisV) bestimmten Sektoren Energie, Wasser, Ernährung, Informationstechnik und Telekommunikation, Gesundheit, Finanz- und Versicherungswesen, Transport und Verkehr,
 
2. die gesamte Infrastruktur zur medizinischen und pflegerischen Versorgung einschließlich der zur Aufrechterhaltung dieser Versorgung notwendigen Unterstützungsbereiche, der Altenpflege und der ambulanten Pflegedienste, auch soweit sie über die Bestimmung des Sektors Gesundheit in § 6 BSI-KritisV hinausgeht, 

3. Regierung und Verwaltung, Parlament, Justiz- und Abschiebungshaftvollzugseinrichtungen sowie notwendige Einrichtungen der öffentlichen Daseinsvorsorge (einschließlich der Einrichtungen gemäß § 36 Absatz 1 Nummer 4 IfSG), soweit Beschäftigte von ihrem Dienstherrn unabkömmlich gestellt werden,

4. Polizei und Feuerwehr (auch Freiwillige) sowie Notfall- /Rettungswesen einschließlich Katastrophenschutz, 

5. Rundfunk und Presse, 

6. Beschäftigte der Betreiber bzw. Unternehmen für den ÖPNV und den Schienenpersonenverkehr sowie Beschäftigte der lokalen Busunternehmen, sofern sie im Linienverkehr eingesetzt werden, 

7. das Personal der Straßenmeistereien und Straßenbetriebe, 

8. Bestatter.

Systemkritisch sind in diesem Zusammenhang die primären Aufgaben in den jeweiligen Bereichen, nicht aber z. B. das Marketing oder Buchhaltung.

Ein Pädagogischer Mitarbeiter, der in der Notfallbetreuung in der Stadt Reutlingen eingesetzt ist kann das eigene Kind/Kinder in die Notfallbetreuungseinrichtung mitbringen. Eine Anmeldung über das Formular ist nicht erforderlich. Hier bitte direkt mit der zuständigen Leitung vor Ort absprechen.
Das Kind muss in Reutlingen wohnhaft sein bzw. bisher schon in einer Reutlinger Einrichtung betreut werden! Eltern, die in Reutlingen arbeiten, aber außerhalb der Stadt Reutlingen wohnen, müssen sich an die Wohnortkommune wenden.
Alleinerziehend ist jemand, der allein sorgeberechtigt ist, bzw. wenn der andere Sorgeberechtigte nicht im selben Haushalt wohnt. 
Hierfür ist kein Nachweis notwendig, die Daten werden durch die Stadt Reutlingen geprüft.
Der Nachweis kann zum Beispiel durch eine formlose Bestätigung durch den Arbeitgeber („Hiermit bestätige ich, dass XY in meinem Unternehmen im Bereich YZ als ABC tätig ist“) oder Arbeitsvertrag erbracht werden.
Die Bestätigung soll digital unter notfallbetreuung@reutlingen.de eingereicht werden.
Der Nachweis soll baldmöglichst eingereicht werden, ggf. ist das auch erst nach Betreuungsbeginn möglich. Spätestens am zweiten Tag der Betreuung muss der Nachweis vorliegen. Sollte sich hiernach keine systemkritische Tätigkeit ergeben, so wird die Notfallbetreuung zum Folgetag beendet.
Benötigt wird eine Bestätigung des Amtsleiters über die Tätigkeit („Hiermit bestätige ich, dass XY in meinem Amt im Bereich YZ als ABC tätig ist. Die Tätigkeit ist aus folgenden Gründen systemkritisch und daher unbedingt weiter notwendig: XXX“). Auch hier gelten die Regelungen nach Nr. 5 und 6.
Die Anmeldung muss ganz regulär über www.reutlingen.de/notfallbetreuung erfolgen.
Der Nachweis soll baldmöglichst eingereicht werden, ggf. ist das auch erst nach Betreuungsbeginn möglich. Spätestens am zweiten Tag der Betreuung muss der Nachweis vorliegen. Sollte sich hiernach keine systemkritische Tätigkeit ergeben, so wird die Notfallbetreuung zum Folgetag der Feststellung beendet.
  • Die Betreuung erfolgt verteilt über das Stadtgebiet in verschiedenen Einrichtungen in kleinen Einheiten. Neben dem städtischen Träger auch bei anderen Trägern.
  • Die Zuteilung der Einrichtung erfolgt durch die Stadt Reutlingen bzw. den beteiligten Träger. Es gibt keine Wahlmöglichkeit, es kann hier nicht auf Wohnortnähe geachtet werden. Es wird versucht, eine Betreuung in der bisherigen Einrichtung zu ermöglichen, sofern dies aus tatsächlichen und pädagogischen Gründen möglich ist.
  • Die Betreuung findet Montag bis Freitag voraussichtlich maximal von 7 bis 18 Uhr statt.
  • Die in Anspruch genommene Betreuungszeit kann täglich variieren, je nach Bedarf der Eltern. Die Abstimmung und Absprache erfolgt mit den Mitarbeitern in der Notfalleinrichtung vor Ort. Diese erhalten alle relevanten Daten übermittelt.
  • Geschwisterkinder werden in derselben Einrichtung versorgt.
  • Die Essensversorgung erfolgt über selbst mitgebrachtes kaltes Essen.
  • Es fallen keine Kosten für die Betreuung an.
  • Die Betreuung erfolgt durch pädagogische Fachkräfte.
  • Ein „Kurzvertrag/vereinbarung zur Betreuung“ wird bei Betreuungsbeginn in der Notfalleinrichtung ausgefüllt.
Nach der Anmeldung wird die Stadt sobald wie möglich mit den Eltern Kontakt aufnehmen. Bei einer Anmeldung von Montag bis Freitag bis 8 Uhr wird versucht, eine Notfallbetreuung ab dem Folgetag bzw. am Freitag ab dem folgenden Montag zu organisieren. Hierfür gibt es aber keine Garantie.