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Geschichtsverein in Aarau und Basel


Der Aarauer Stadtarchivar Raoul Richner überraschte dann die Reutlinger mit einem Archivfund zu Beziehungen Reutlingens an die Aare weit vor der 1986 eingegangenen Städtepartnerschaft: 1769 bat demnach der Reutlinger Rat die Aarauer Kollegen um Untersuchung eines verzwickten Falls einer verschwundenen Lieferung von Seidenbändern, für die der Reutlinger Kaufmann und Zunftmeister der Krämerzunft, Ludwig Friedrich Knapp, schon eine ziemliche Summe Geldes vorgestreckt hatte – in Reutlingen angekommen war indes lediglich eine Kiste mit Holz und Stroh. Umso positiver entwickelten sich die Beziehungen in späteren Jahrhunderten. Aarau als mittelalterliche Stadtgründung der Grafen von Kyburg und pulsierendes politisches Zentrum der Eidgenossenschaft im 19. Jahrhundert lernte dann die Gruppe auf der Stadtführung mit Archivar Richner kennen. Beeindruckt zeigten sich die deutschen Gäste von dem reichhaltigen kulturellen Angebot der Kantonshauptstadt. Dazu zählt nicht zuletzt das 2015 neu eröffnete Stadtmuseum im Schlössli, das durch einen modernen, von dem renommierten Architekturbüro Diener und Diener geplanten Erweiterungsbau neben dem beeindruckenden mittelalterlichen Buckelquaderturm überzeugt. Unter der Führung von Museumsleiterin Kaba Rössler gewannen die Reutlinger Einblick in die Konzeption von Museumsbau und Dauerausstellung, die unter dem Motto "100xAarau" mit zeitgemäßen Mitteln anhand von Aarauer Persönlichkeiten Stadtgeschichte lebendig erzählt. Wechselausstellungen und eine Vielzahl von Veranstaltungen sorgen für eine Belebung des zentral gelegenen Hauses, für dessen Modernisierung 15 Millionen Franken investiert wurden.  
 
Am Sonntag rundete eine Fahrt nach Basel mit einem Besuch der Sonderausstellung „Kandinsky, Marc & Der Blaue Reiter“ in der Fondation Beyeler und einer Besichtigung der historischen Altstadt die Reise ab.
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Redakteur / Urheber
Reutlinger Geschichtsverein e. V.
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