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Schüler aus Reading besuchen Reutlingen


Seit der Gründung der Städtepartnerschaft zwischen Reutlingen und Reading vor 21 Jahren ist das Interesse der Reutlinger Schüler an Austauschbegegnungen enorm groß, wie Dr. Werner Ströbele zu berichten wusste. Zu seiner großen Freude konnte er daher 18 Schülerinnen und Schüler der Reading High School sowie deren Austauschpartnerinnen und -partner mitsamt Begleitlehrerinnen und -lehrern des Friedrich-List-Gymnasiums, des Johannes-Kepler-Gymnasiums und der Eichendorff-Realschule im Rathaus begrüßen. „Städtepartnerschaften sind eine wichtige Möglichkeit, um Sprachkenntnisse aufzubauen, Freundschaften zu knüpfen und andere Kulturen kennenzulernen“ resümierte er. Dieser Schüleraustausch zwischen den beiden Städten ist der einzige in diesem Jahr – ein Wiedersehen in Reading findet mit dem Gegenbesuch im Frühjahr 2020 statt.  

Der rund zweiwöchige Aufenthalt in, so Dr. Ströbele, „small but also big town“ Reutlingen, der neben einem Brezel-Backworkshop, Ausflügen nach Tübingen, Stuttgart und Heidelberg auch eine Fahrt zur KZ-Gedenkstätte Dachau beinhaltet, bietet in den Augen des Kulturamtsleiters weitaus mehr spannende Einblicke als eine Urlaubsreise. Er empfahl den Gästen daher „neugierig zu sein, die Augen und Ohren offen zu halten, in Kontakt zu kommen und Erfahrungen zu sammeln“. 

Obwohl die seit 1998 bestehende Städtepartnerschaft Reutlingens mit Reading die jüngste unter den insgesamt sieben ist, hat sie den ältesten Ursprung: Friedrich List, der berühmteste Sohn unserer Stadt, lebte zwischen 1826 und 1831 in Reading, wo er Redakteur bei der deutschsprachigen Zeitung „Readinger Adler“, der heutigen Tageszeitung „Reading Eagle“ war. Seine Beziehung zu Amerika führte letztlich zur Begründung der Städtepartnerschaft. 

Readinger Schüler im Foyer des Rathauses