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Gast aus Bouaké in Reutlingen zur Vorbereitung eines deutsch-ivorischen Theaterprojekts


Leonard Boué Koné, Musiker und Leiter der Compagnie KBL Katana Club de Bouaké, war im Februar/März fünf Wochen in Reutlingen zu Gast zur Vorbereitung des interkulturellen Theaterprojekts "Chocolat", einer Koproduktion zwischen Theater PATATi-PATATA und KBL Katana Club.

Zum 50-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft Reutlingen - Bouaké wird es 2019 in Bouaké und 2020 in Reutlingen mehrere Aufführungen, Workshops und Diskussionsrunden geben.

Leonard Boué Koné war von Sonka Müller, Leiterin des Theaters PATATi-PATATA, nach Reutlingen eingeladen worden zur intensiven Vorbereitung dieses ersten bilateralen Theaterprojekts mit professionellen Schauspielern und Musikern. Sonka Müller hat im Rahmen der Städtepartnerschaft zwischen Reutlingen und Bouaké 2012/2013 und 2016 bereits zwei erfolgreiche gemeinsame Theaterprojekte mit Jugendlichen durchgeführt und dabei Leonard Boué Koné kennengelernt. Bei einer Workshop-Reise nach Bouaké im November 2018 vertiefte sie die künstlerischen Austauschwege und bereitete vor Ort die Koproduktion "Chocolat" vor mit Besichtigung von Kakaoplantagen sowie vielen Gesprächen und Vorproben mit den Künstlern des KBL Katana Club.

Zu Beginn seines Aufenthalts wurde Herr Koné auf dem Rathaus Reutlingen von Margit Fausel, Leiterin der Abteilung Städtepartnerschaften, begrüßt (siehe Foto). In den folgenden Tagen wurden unzählige Videos der Probenarbeit aus Bouaké gesichtet und ausgewertet. Szenenentwürfe und Recherchearbeiten mussten ins Deutsche oder Französische übersetzt werden, um sie den jeweiligen Künstlern zugänglich zu machen.

"Für unsere gemeinsame Theaterarbeit bedeutet das oft intensive, lange Gespräche, denn nicht nur zwei unterschiedliche Sprachen, sondern vor allem zwei unterschiedliche Kulturen treffen in diesem Projekt aufeinander." ergänzt Sonka Müller und schreibt in ihrem Bericht: "Die Vielfältiglkeit der künstlerischen und interkulturellen Begegnungen, die uns dieses Projekt in den letzten Wochen ermöglicht hat, bestärken uns in unserer Ansicht, Theater als Dialog zu verstehen, Dialog zwischen den Welten, zwischen zwei Kulturen, zwei Kontinenten, aber vor allem auch zwischen den Akteuren auf der Bühne und ihrem Publikum. Theater spricht viele Sprachen."

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