Aktuelles

Infos für Künstler und Kulturschaffende

Die Kultur- und Kreativbranche leidet besonders stark unter den Maßnahmen des Infektionsschutzes. Jedoch sind innerhalb kurzer Zeit auch viele Maßnahmen auf den Weg gebracht worden, um Betroffene in akuter Notsituation zu unterstützen und um langfristig das Überleben von Kulturbetrieben zu sichern. 

Hilfe und Unterstützung

Soforthilfe des Landes Baden-Württemberg für Selbstständige und kleine Unternehmen

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg hat ein Soforthilfeprogramm aufgelegt. Kleine gewerbliche Unternehmen, Sozialunternehmen und Angehörige der Freien Berufe aller Branchen, die sich infolge der Corona-Pandemie in einer existenzbedrohenden wirtschaftlichen Lage befinden und massive Liquiditätsengpässe erleiden, können einen einmaligen Zuschuss beantragen. Dieser beträgt:#
  • 9.000 Euro für drei Monate für antragsberechtigte Solo-Selbstständige und Antragsberechtigte mit bis zu fünf Beschäftigten
  • 15.000 Euro für drei Monate für Antragsberechtigte mit bis zu zehn Beschäftigten
  • 30.000 Euro für drei Monate für Antragsberechtigte mit bis zu 50 Beschäftigten
Die Soforthilfe wird ohne Prüfung des privaten Vermögens ausbezahlt. Stattdessen müssen Antragssteller nur nachweisen, dass die laufenden betrieblichen Einnahmen nicht ausreichen, um die laufenden betrieblichen Kosten des Unternehmens zu finanzieren.

Weitere Informationen und Antragstellung

YouTube-Erklärvideo der IHK Reutlingen zur Antragstellung 

Corona-Grundsicherung für Soloselbstständige

Die Ausbreitung des Coronavirus hat spürbare Auswirkungen auf Wirtschaft und Arbeitsmarkt. Eine Folge sind bei vielen Menschen Sorgen um die finanzielle Existenz. Wir informieren Sie darüber, welche Unterstützung in dieser Situation der Bezug von Grundsicherung (auch genannt: Arbeitslosengeld II) für Sie sein kann. Der Zugang zu dieser finanziellen Leistung wurde durch das Sozialschutz-Paket der Bundesregierung vorübergehend erheblich erleichtert.

Was ist das Sozialschutz-Paket?

Dabei handelt es sich um ein neues Gesetz. Dieses Gesetz ändert das Sozialgesetzbuch II. Dadurch können mehr Menschen finanziell unterstützt werden – und zwar so, wie es die Corona-Krise erfordert: schnell und mit so wenig bürokratischem Aufwand wie möglich.

Ausführliche Informationen 

Hilfen des Bundes für die Kultur- und Kreativwirtschaft

Die Corona-Pandemie hat verheerende Folgen für die Kultur- und Kreativwirtschaft. Vor allem viele kleine Kultureinrichtungen stehen am finanziellen Abgrund. Für Künstlerinnen und Künstler geht es um die Existenz. Die Bundesregierung hilft mit Unterstützung in Milliardenhöhe und weiteren Förderleistungen.

Informationen speziell für Künstlerinnen und Künstler

Entschädigungszahlung bei Quarantäne

Wer in Quarantäne gesetzt wird, dem stehen nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) Entschädigungszahlungen zu.
Folgende Ansprüche können je nach Einzelfall entstehen:
  • Entschädigung für einen Verdienstausfall (§ 56 Abs. 1 IfSG)
  • Mehraufwendungen bei einer Existenzgefährdung (§ 56 Abs. 4 IfSG)
  • Erstattung von Aufwendungen für die soziale Sicherung bei Selbstständigen, die nicht gesetzlich kranken-, renten- und pflegeversichert sind (§ 58 IfSG).
Anträge müssen beim Gesundheitsamt des Landkreis Reutlingen gestellt werden.

Weitere finanzielle Hilfen im Kulturbereich

  • Die Künstlersozialkasse (KSK) verspricht abgabepflichtigen Unternehmen sowie den bei der KSK versicherten Künstlerinnen und Künstlern bzw. Publizistinnen und Publizisten Zahlungserleichterungen. Bei akuten Zahlungsschwierigkeiten können die monatlichen Vorauszahlungen herabgesetzt werden. Versicherte sollten ihre geänderten Einkommenserwartungen unbedingt der KSK melden.
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  • Wahrnehmungsberechtigte, die ausschließlich freiberuflich tätig sind, können bei der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten mbH (GVL) Soforthilfen in Höhe von 250 Euro beantragen.
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  • Wortautoren und Verleger können eine Unterstützung durch den Sozialfonds der VG Wort erhalten.
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  • Die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA) stellt in einem zweistufigen Programm finanzielle Hilfen von insgesamt 40 Millionen Euro bereit. Der „Schutzschirm LIVE“ richtet sich vorrangig an Komponisten und Textdichter, die zugleich als Performer auftreten und wegen Veranstaltungsabsagen in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Der „Corona-Hilfsfonds“ gewährt finanzielle Übergangshilfen für individuelle Härtefälle. Für Lizenznehmer ruhen für den Zeitraum, in dem sie ihren Betrieb aufgrund behördlicher Anordnungen zur Eindämmung der Pandemie-Ausbreitung schließen müssen, alle Monats-, Quartals- und Jahresverträge. Es entfallen während dieses Zeitraums die GEMA-Vergütungen. Kein Lizenznehmer soll für den Zeitraum der Schließung mit GEMA-Gebühren belastet werden. Diese Maßnahme gilt rückwirkend ab dem 16. März 2020.
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  • Die Deutsche Orchester-Stiftung sammelt Spenden für einen Nothilfefonds. Freischaffende Berufsmusikerinnen und Berufsmusiker können dafür Anträge stellen.
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  • Die Deutsche Orchestervereinigung (DOV) hat für ihre freischaffenden Mitglieder eine Notfallunterstützung eingerichtet. 
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  • Die Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (GDBA) stellt insgesamt 50.000 Euro für in Not geratene Theaterschafffende zur Verfügung. Der Betrag stammt aus dem Helene-Achterberg-Hewelcke-Hilfsfonds. Die Schauspielerin hatte der GDBA ihr Vermögen für solche Zwecke hinterlassen. Antragstellende müssen ihre Notlage begründen und erhalten jeweils 500 Euro.
    Weitere Informationen gibt es per E-Mail an: gdba@buehnengenossenschaft.de
  • Das Aktionsbündnis Darstellende Künste hat eine Spendenaktion ins Leben gerufen, um freischaffende Theatermacherinnen und Theatermacher unbürokratisch mit einer Finanzspritze von 500 Euro zu unterstützen.
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    Spenden kann man über: www.betterplace.org

Weiterführende Informationen

Corona: Das müssen Kultur- und Kreativschaffende jetzt wissen

Eine Übersicht mit Unterstützungsmöglichkeiten zusammengestellt von der MFG Baden-Württemberg
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Leitfäden und Umfragen zu Corona im Kulturbereich

  • Newsletter "Corona versus Kultur" des Deutschen Kulturrats
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  • Handreichung des Verbands Deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller in ver.di zur zur Unterstützung selbständiger und freier Kulturschaffender
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  • Bundesweite Umfrage von „Kreatives Sachsen“ zum Status Quo der Kulturbetriebe in der Corona-Krise
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Hilfsaktion des Crowdfunding-Anbieters Startnext

Die Crowdfunding-Plattform Startnext setzt für alle, die von der Schließung von Einrichtung betroffen sind, alle Gebühren aus und erleichtert die Einrichtung von Crowdfunding-Projekten. Damit ist auch die Einrichtung einer reinen Spendenaktion ohne Gegenleistung möglich.
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